Der sechste Tag (Sonntag, 6.8.)

Am Sonntag mussten wir bereits sehr früh aufstehen, um unseren Flug zurück nach Peking zu erreichen. Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen Hohhot, auch Amy, unsere Betreuerin, die uns während der Woche in Hohhot tatkräftig unterstützte (Übersetzen, Erklären etc.) war mit dabei. Nach einem sehr emotionalen Abschied sind wir eingecheckt und mussten noch eine Weile im Terminal warten, ehe es mit dem Flugzeug, einer Boeing 767-200ER der Air China nach Peking weiterging.
Dort angekommen sind wir mit einem Taxi quer durch die Stadt (der Flughafen Beijing liegt etwa eine Autostunde außerhalb des Stadtzentrums) zu unserem Hotel, dem Holiday Inn Downtown gefahren. Nach einer kurzen Mittagspause führte uns dann die Reise mit einem anderen Taxi weiter zur berühmten Chinesischen Mauer. Nach etwa einer dreiviertel Stunde Autofahrt erreichten wir einen großen Parkplatz, von welchem aus eine Seilbahn auf einen der Berge führte, auf dem die “große Mauer” verläuft. Nach einiger Wartezeit und zahlreichen bewundernden Blicken durch die chinesichen Landsleute, erreichten wir schließlich unser Ziel. Trotz des gewaltigen Besucheransturms war es ein unbeschreibliches Gefühl, auf dem größten, je von Menschenhand erbauten Bauwerk zu stehen. Nach einer Weile fuhren wir schließlich wieder ins Tal und mit dem Taxi zurück ins Holiday Inn.
Am Abend fuhren wir zu einem kleinen See, der mitten in Peking liegt. Umringt von vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Bars, hielten wir uns den Großteil dieses letzen Abends dort auf. Sogar einen Paulaner-Biergarten konnten wir entdecken und scheuten uns trotz hoher Preise nicht, ein Oktoberfestbier zu trinken. In der Nacht fuhren wir dann mit einem Fahrradtaxi zurück zum Hotel. Rote Ampeln stellten auch hier wieder ein genauso geringes Hindernis wie der starke Straßenverkehr dar.
Erschöpft von diesem anstrengenden Tag fielen wir dann sprichwörtlich todmüde um, ehe es in der Früh wieder zurück zum Flughafen ging.

Der fünfte Tag (Samstag, 6.8.)

Um etwa acht Uhr ging es wieder zur Ausstellungshalle. Dort angekommen bereiteten wir unsere Demo-Koffer usw. wieder vor, ehe der Besucheransturm begann. Bis zu Mittag haben wir wieder vielen Personen unser Projekt näher gebracht. Es wurden auch wieder zahlreiche Fotos von meinen Kollegen und mir gemacht. Ob die Lederhosen, die wir trugen, oder unsere Größe die Chinesen beeindruckte, wissen wir nicht genau. Wir waren jedoch sehr beliebte Foto-Motive :-) . Nach dem Mittagessen führte uns das kulturelle Programm in einen sehr versteckten Stadtteil Hohhots, in dem wir eine chinesische Fabrik mit angeschlossenem Lagerverkauf besuchten. Im Großen und Ganzen ein schöner Ausflug – lediglich die Arbeitsbedingungen werden mir negativ in Erinnerung bleiben. Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Abendessen und danach weiter zur Ausstellungshalle, wo die Award-Ceremony statt fand. Zwar haben wir so gut Uwe nichts verstanden – aufgrund fehlender Chinesisch-Kenntnisse – jedoch war es ein gelungener Abend mit einem aufwendigen und unterhaltsamen Showprogramm. Alle Teilnehmer, die, so wie wir, von außerhalb Chinas stammen, bekamen eine Urkunde als Dankeschön wir die Teilnahme am 26th CASTIC. Nach etwa zwei bis drei Stunden ging die Abschlussveranstaltung zu Ende und wir fuhren wieder zurück zur Unterkunft, wo wir noch ein letztes Mal den Abend zusammen verbrachten.

Der vierte Tag (Freitag, 5.8.)

Am Freitag standen die Jury-Bewertungen auf dem Programm. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Ausstellungsort der Projekte. Für die Öffentlichkeit an diesem Tag nicht zugänglich kamen lediglich ein paar Jury-Mitglieder vorbei, um sich über die einzelnen Projekte zu informieren. Mit Ausnahme einer kurzen Mittagspause waren wir also den ganzen Tag im Inner Mongolian Administrative College. Am Abend ging es wieder zurück ins Hotel, wo wir nach dem Abendessen wieder einen gemeinsamen Abend verbrachten.

Die Unterkunft

Für die Dauer des CASTIC (Dienstag bis Sonntag) sind wir in einem Hotel am Rande der Stadt untergebracht. Auch die chinesischen Hotels sind nach westlichen Standards eingerichtet und möbliert. Trotz oder vielleicht sogar wegen der Abgeschiedenheit zum Stadtzentrum ist es sehr gemütlich. Das Essen wird in einem Nebengebäude konsumiert. Das bzw. mein Zimmer befindet sich im 6. Stock mit Blick Richtung Innenstadt (ich vermute Norden). Ein Kuriosum ist das Bad, genauer gesagt die Dusche. Sie besitzt nämlich weder Spritzschutzwand noch einen Duschvorhang. Nach dem Duschen ist also der gesamte Boden “überflutet”. Zudem befindet sich ein Heizkörper direkt unter dem Duschkopf. Es handelt sich dabei leider um keine Dampfdusche :-/ . Eine Klimaanlage sowie gratis Internet machen den Aufenthalt im Zimmer aber umso gemütlicher. Auch ein Fernseher (mit Full-HD) steht im Zimmer.
(Walter Niedertrojer)

Der dritte Tag (Donnerstag, 4.8.2011)

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es um etwa halb acht mit etwa 15 Bussen zum Ausstellungsgelände. Natürlich mit Polizeieskorte, Blaulicht, abgesperrten Kreuzungen und über rote Ampeln ;-) . Dort angekommen begannen wir mit den letzten Vorbereitungen für unseren Stand. Kurz darauf ging es auch schon los – hunderte Besucher “stürmten” das Areal, um sich über die einzelnen Projekte zu informieren. An unserem Stand tummelten sich besonders viele Menschen, zum Einen, um sich zu informieren und zum Anderen, um Fotos mit uns zu machen. Da wir alle eine Lederhose trugen und mit unserer Größe (vor allem ich) hervorstachen, kamen wir uns vor wie Stars im Blitzlichtgewitter :-) .
Zu Mittag fuhren wir dann mit den Bussen wieder zurück zum Hotel, wo wir unser Essen einnahmen. Anschließend hatten wir eine wohlverdiente Pause, die ich mit Ausruhen im Zimmer verbrachte. Doch schon bald begann das Nachmittagsprogramm. Mit den Bussen (wie immer) fuhren wir zu zwei Tempel-Anlagen in Hohhot. Trotz englischer Führung haben wir bzw. ich nur wenig verstanden, jedoch waren die Eindrücke sehr positiv. Der traditionelle chinesische Tempel-Baustil ist wirklich sehenswert! Einzig die Temperaturen, ca. 30°C, und der heiße Kopfsteinpflaster machten mir zu schaffen. Bevor wir zum Abendessen fuhren, tranken wir noch ein chinesisches Bier in einer kleinen Kneipe.
Anschließend führte uns die Reise weiter in ein sehr elegantes Hotel, in dem wir unser Abendessen einnahmen. Wie auch schon tags zuvor aßen wir in einem großen Festsaal. Für Unterhaltung sorgten chinesische/mongolische Musik und Gesang. Später ging es dann wieder zurück in unser Hotel, wo wir noch einen gemeinsamen Abend verbrachten. (Walter Niedertrojer)

Der Straßenverkehr in Hohhot

Entgegen meiner Meinung, in Hohhot würden vergleichbare Zustände wie auf den Straßen Indiens Großstädte herrschen, gibt es ausgesprochen schöne Straßen und ordentliche Verkehrsteilnehmer. Das Straßennetz Hohhots, welches kontinuierlich erweitert wird, besteht größtenteils aus mehreren Fahrstreifen pro Richtung. Auch die Autos sind sehr gepflegt und auf dem neuesten Stand. Einen BMW, Audi oder Mercedes auf den Straßen Hohhots anzutreffen, ist keine Seltenheit. Prinzipiell sind die Straßen mit europäischen bzw. österreichischen Standards durchaus vergleichbar. Manchmal sieht man jedoch auch Fuhrwerke, meist gezogen von einem Esel, oder ein Fahrrad mit einer Ladefläche, die oftmals voll beladen ist. Ampeln und Verkehrszeichen sind ident mit den europäischen, wobei manche Schilder-Kombinationen ein Rätsel aufgeben. Auch Verkehrspolizisten, die Kreuzungen regeln, sind hier oft anzutreffen. (Walter Niedertrojer)

Der zweite Tag (Mittwoch, 3.8.2011)

Der zweite Tag in Hohhot begann wider erwarten sehr ruhig. Nach einem gutem Frühstück ging es dann mit dem Bus in die City. Unser erstes Ziel war eine Bank, wo wir unsere Euro in chinesische Yuan umtauschen konnten. Anschließend führte uns die Reise weiter in ein großes Einkaufszentrum, in welchem wir den Vormittag verbrachten. Mit zwei Kartons voll Heineken-Bier fuhren wir zu Mittag wieder zurück in unser Hotel, wo wir unser Mittagessen einnahmen.
Nach einer wohlverdienten Pause besuchten wir am frühen Nachmittag das Inner Mongolian Museum. Von den Dinosauriern bis zur aktuellen Zeitgeschichte kann dort auf eindrucksvolle, aber unverständliche Weise =) , alles über die Erdgeschichte erfahren werden. Bevor die Fahrt weiter ging, genossen wir noch einen Kaffee und ein Bier direkt vor dem Museum.
Das Abendessen fand in einem sehr schönen Restaurant im vierten Stock eines Hochhauses statt. Neben der musikalischen Umrahmung wurde ein sehr abwechslungsreiches und köstliches Essen geboten. Anschließend fuhren wir mit den Bussen wieder zurück ins Hotel, wo wir einen sehr gemütlichen Abend gemeinsam verbrachten.
Übrigens: die Busfahrt erfolgte im Konvoi (3-4 Busse) mit Polizeibegleitung. Diese scheute keine Mühen, um sämtliche Kreuzungen, die auf unserem Weg lagen abzusperren und mit einem Blaulicht-Fahrzeug voran für eine schnelle Weiterfahrt zu sorgen. Selbst rote Ampeln stellten kein Hindernis bzw. keinen Grund zum Anhalten dar ;-) . (Walter Niedertrojer)

Der erste Tag (Dienstag, 2.8.2011)

Nachdem wir den Flughafen in Hohhot verlassen hatten, ging es mit einem Bus weiter zu unserer Unterkunft am Rande der Stadt. Dort angekommen gab es ein Mittagessen nach chinesischer Art (versteht sich ;-) ). Im Anschluss haben wir es uns in den Zimmern (DZ) gemütlich gemacht. Doch schon bald ging es weiter zum Inner Mongolian Administrative College, dem Ausstellungsort unserer Projekte. Wir bezogen unseren Stand, hängten Plakate auf etc…
Am Abend fuhren wir wieder mit dem Bus zurück zu unserem Hotel. Nach dem Essen stand der Abend zur freien Verfügung, wobei ich diesen nutze, um meine Müdigkeit zu bekämpfen – mit Schlaf ^^. Wenn man nämlich 14 Stunden in einer aufrechten Position in mehreren Flugzeugen sitzt, die, so vermute ich, für 150cm große Menschen entwickelt wurden, ist man ziemlich müde! Walter Niedertrojer)

Die Anreise

Schon in der Früh machte ich mich auf den Weg nach Salzburg. Wenig Verkehr sowohl auf der B100 (Drautalstraße) sowie auf der A10 (Tauernautobahn) machten ein schnelles Vorankommen möglich. Die Fertigstellung der 2. Tauerntunnelröhre trug ebenso einen Teil dazu bei, rasch nach Salzburg zu kommen. Nach einem kurzen Stop in Altenmarkt (Pongau), wo ich meinen Kollegen Daniel abholte, ging es weiter zum Flughafen Salzburg W. A. Mozart. Dort angekommen wartete auch schon mein zweiter Kollege Timo. Nach der Gepäcksabgabe ging es dann weiter durch die Sicherheitskontrolle zum Warteraum und dem Duty-Free Shop. Nach etwa einer Stunde Wartezeit landete dann auch unser Flugzeug vom Typ Fokker 100, das wir kurze Zeit später betraten. Die Flug führte uns anschließend zum Frankfurt International Airport, den wir mit insgesamt 40 Minuten Verspätung um 15:30 Uhr erreichten. Da wir die sowohl die zeitlichen Reserven als auch die größe der Frankfurter Flughafens unterschätzten, erreichten wir nur knapp unserer Weiterflug. Auch die Sicherheitskontrollen, speziell unsere Aluminiumkoffer samt eingebauter Elektronik (sehen aus wie eine Kofferbombe ;-) ) machten uns zu schaffen. Kurz nach dem Boarden ging die Reise auch schon weiter. Und zwar mit dem Airbus A380, dem derzeit größten zivilen Verkehrsflugzeug der Welt. Nach erreichen unserer Reiseflughöhe von ca. 12.000 Metern ging es dann mit 950km/h direkt nach Beijing (Peking), der Hauptstadt der Volksrepublik Chinas. Dank Top-Service der Crew, ausgezeichneten Mahlzeiten und einem Multimedi-Touchscreen an jedem Sitzplatz verging die Reise wie im Flug =) . Nach neun Stunden Flugzeit sind wir am Beijing Int. Airport um 8:30 Ortszeit (2:30 MSZ) problemlos gelandet. Nach dem Abholen des Gepäcks und erneutem Check-in hatten wir noch eine Stunde Wartezeit im Terminal, bevor es mit einer etwas kleineren Maschine, einer Boing 737-800 der Air China weiter nach Hohhot ging. Um Punkt 12:00 Uhr erreichten wir dann unser vorläufiges Ziel, den Flughafen von Hohhot. Nach einem herzlichen Empfang ging es dann mit dem Bus zu unserer Unterkunft. (Walter Niedertrojer)

 

Willkommen

Herzlich Willkommen im CHINA-Blog von HomeSYS. In dieser Woche (1.-8. August 2011) werden wir euch von unseren Erlebnissen und Eindrücken direkt aus China, genauer gesagt aus der inneren Mongolei, berichten.

Wieso Innere Mongolei?
Im Laufe des letzten Jahres haben wir, das HomeSYS-Team (bestehend aus: Daniel Wimmreuter, Timo Huemer und Walter Niedertrojer), mit unserem Maturaprojekt an der HTBLuVA Salzburg ein innovatives Produkt geschaffen. Mit diesem gelang es uns, beim österreich-weiten Projektwettbewerb ‘jugend innovativ’ den zweiten Platz in der Kategorie engineering zu erreichen. Neben einem beachtlichem Geldpreis haben wir einen Reisepreis zum sogenannten 26th China Adolescents Science and Technology Innovation Contest kurz CASTIC gewonnen. Dieser wird heuer in Hohhot, der Hauptstadt der inneren Mongolei, ausgetragen.

Neben dem Contest steht sowohl ein kulturelles als auch individuell gestaltbares Programm auf unserem Terminkalender. Das Kennenlernen der chinesischen Lebensweise und Philosophie bildet ebenfalls ein Kernstück unserer Reise.